News Übersicht – Landesverkehrswacht Hessen e.V.

Verkehrskontrollen zur Lichttest-Aktion

verkehrskontrollenUnmittelbar nach Start in die Licht-Test-Wochen führte der Regionale Verkehrsdienst der Polizeidirektion Hochtaunus unter der Leitung von PHK Oliver Link am Ortseingang von Bad Homburg eine Verkehrskontrolle durch. Beteiligt waren neben Polizeibeamten  die Stadtpolizei Bad Homburg und der Vorsitzende der Verkehrswacht Obertaunus Thomas Conrad.  

Es wurden alle Fahrzeuge überprüft, deren Lichtanlage offensichtliche Fehler aufwiesen. Mit Mängelkarten und freundlichen Hinweisen wurden die Verkehrsteilnehmer auf die fehlerhafte oder defekte Beleuchtung hingewiesen und zu einer umgehenden Beseitigung der Mängel aufgefordert.

Dem Voristzenden der Verkehrswacht war aufgefallen, dass besonders eine Fahrzeugklasse mit Mängeln behaftet war. Bei den sogenannten Leicht-Lkw bis 3,5 to. zul. Gesamtgewicht zeigten sich sehr häufig defekte oder falsch eingestellte Scheinwerfer.

Bei einigen Pkw konnte PHK O.Link die Fahrzeugführer mit einem kurzen Hinweis auf das Einschalten des Abblendlichtes für sofortige Abhilfe sorgen. Dies wurde mit einem kurzen, aber sehr freundlichen Dankeschön begleitet, sodass die Fahrt nach Bad Homburg fortgesetzt werden konnte.

 verkehrskontrollen

v.li. Oliver Link, Thomas Conrad

Mängelquote Licht-Test 2020 bleibt stabil

Die Mängelquote beim Licht-Test 2020 hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verschlechtert. Das ergibt die Statistik der Deutschen Verkehrswacht und des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe.
Trotz akzeptabler Tendenz gibt es jedoch noch keine Entwarnung: Der Anteil der Blender, also der Fahrzeuge mit zu hoch eingestellten Scheinwerfern, ergibt, dass fast jeder Zehnte den Gegenverkehr blendet. Insgesamt ist jeder Fünfte mit mangelhaften Scheinwerfern unterwegs, sodass Hauptscheinwerfer immer noch an erster Stelle der Mängelstatistik stehen. Hochgerechnet auf den Fahrzeugbestand von 47 Millionen Pkws ergibt, dass rund 1,5 Millionen Fahrzeuge, die als „Einäugige“ auf den Straßen unterwegs sind. Der Zustand der rückwärtigen Beleuchtung hat sich verschlechtert und jeder Zehnte hatte damit Probleme. Doch nur wenn Brems- und Rücklichter funktionieren, haben nachfolgende Fahrer die Chance, rechtzeitig zu reagieren und so Verkehrsunfälle zu vermeiden.

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Gut vorbereitet in den Radwinter

Sieben Tipps von K. Ruppelt,  um sicher durch Winter und Schnee zu kommen

  1. Für Fahrräder gilt  zwar keine Winterreifenpflicht wie für Autos, dennoch ist es ratsam, bei winterlichen Verhältnissen einen profilierten Reifen zu nutzen. Bei Temperaturen bis zum Gefrierpunkt sowie leichtem Schneefall ist der „Marathon GT 365“ eine gute Wahl. Er wird als Ganzjahresreifen bezeichnet und hat im Vergleich zu anderen Trekkingreifen ein Lamellenprofil sowie eine spezielle Gummimischung, die besseren Halt verspricht. Bei vereisten strecken ist der Griff zum Spike-Reifen unvermeidlich. Diese sind bei Fahrrädern im Gegensatz zum Auto erlaubt. Die Spikes krallen sich am Boden fest und verhindern ein Wegrutschen der Räder.

  2. Wer keinen speziellen Winterreifen hat oder zu bequem für einen Austausch ist, der sollte den >Luftdruck auf den Minimaldruck reduzieren.

  3. Kette regelmäßig säubern und warten.

  4. Bei dichtem Schneetreiben und diesigem Wetter sollten Radfahrende auch tagsüber mit Licht unterwegs sein.

  5. Bremsen checken. Die Bremsbeläge sollten noch ungefähr 1,5 Millimeter dick sein.

  6. Was die Beleuchtung betrifft, steht das Fahrrad dem Auto kaum mehr nach (Tagfahr-, Stand-, Fern- und Bremslicht). Scheinwerfer bringen 100 Lux Lichtleistung auf die Straße.

  7. Vereiste Stellen oder Schneeverwehungen stellen für Radfahrer*innen im Winter eine hohe Gefahrenquelle dar. Dann heißt es: Am besten nicht lenken oder bremsen, gelassen bleiben und das Rad ausrollen lassen. Um die Gefahrenquellen zu minimieren, sollte man möglichst  vorausschauend fahren. Bei Schnee können rutschige Stellen auch schnell verdeckt sein, deshalb lieber frühzeitig das Tempo drosseln, vor allem vor Kurven.

Ein Tipp: Wenn man den Sattel etwas tiefer stellt, kommt man im Notfall mit beiden Füßen besser auf den Boden; das erhöht das Sicherheitsgefühl und erleichtert das Abfangen, wenn man doch einmal ins Schlingern gerät.
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Mit Smileys für mehr Verkehrssicherheit

Vier Gemeinden im Landkreis Fulda gewinnen „Tempo-Anzeigen“

Ein lächelndes Smiley für die korrekte Fahrgeschwindigkeit, ein trauriges Gesicht für
all diejenigen, die zu schnell unterwegs sind: Am 3. Aug. 2020 wurden sogenannte
Dialog-Displays an die Gemeinden des Landkreises übergeben. Sie hatten zuvor bei einem Losverfahren gewonnen.

Unter dem Motto „ Ein Smiley für Verkehrssicherheit“ stellte das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung gemeinsam mit dem ADAC Hessen-Thüringen und mit tatkräftiger Unterstützung der Landesverkehrswacht Hessen seit 2017 bereits zum vierten Mal insgesamt 48 Dialog-Displays, die die Geschwindigkeit messen und mit einem Lächeln oder einem traurigen Gesicht bewerten – zur kostenlosen Verlosung bereit. Allen hessischen Kommunen war es möglich, sich zu bewerben. In diesem Jahr waren vier Kommunen aus dem Landkreis Fulda bei den Gewinnern – nämlich Petersberg, Flieden, Ehrenberg und Tann.

Die Zeiten, in denen man einfach nur ein Verkehrsschild mit Tempolimit 30 aufstellt, sind eindeutig vorbei. Heute müsse man da schon mehr tun, erklärt Petersbergs

Bürgermeister Carsten Froß. Im vergangenen Jahr seien rund 450 Kinder auf ihrem Schulweg verletzt worden. Man müsse sich auf die Kinder einstellen und nicht umgekehrt. Er schildert, dass aus diesem Grund auch in diesem Jahr wieder sogenannte Dialog-Displays vom hessischen Verkehrsministerium verlost worden seien. Sie würden an bekannten Gefahrenstellen installiert und wiesen die Autofahrer mit einem lächelnden oder einem traurigen Gesicht auf ihre Fahrtgeschwindigkeit hin. Aus dem Landkreis Fulda hätten  vier Kommunen jeweils ein über 2000 € teures Dialog-Display unentgeltlich erhalten. Er weist darauf hin, dass die Gemeinde Petersberg bereits vor vielen Jahren ein Dialog-Displayangeschafft habe

Bei den Petersbergern sei dieses bereits gut angekommen. Viele von ihnen hätten beim Ordnungsamt angerufen und vorgeschlagen, die Verkehrsmaßnahme auch einmal in ihrer Straße zu installieren. Das Amt führe sogar eine „Warteliste“.

Eines der vier neuen Dialog-Displays wurde direkt an der KITA Rauschenberg

getestet. In der 30er Zone zeigte der Smiley seine verschiedenen „Gemütszustände“  bald dann hoffentlich nur noch ein Lächeln. Wolfgang Herda vom ADAC erklärt den Effekt der besonderen Displays: „Jedes Jahr geschehen innerorts in Deutschland 200.000 Unfälle mit Verletzten. Die wenigsten Menschen ändern ihr Verhalten. Die Displays haben einen wissenschaftlich nachgewiesenen Einfluss auf die Fahrer, denn diese werden emotional angesprochen und ihr Fahrverhalten wird beurteilt. Statt mit der herkömmlichen Strafe, wie bei einer Radarkontrolle, zu arbeiten, kommt hier ein anderes System zum Einsatz, die Leute lernen durch Belohnung. Es handelt sich hierbei sozusagen um eine soziale Überprüfung. „Es ist unser Ziel, mit den Bürgern in Dialog zu treten. Wir kommunizieren mit ihnen und das funktioniert sehr gut. Untersuchungen zeigen, dass 50 Prozent der Fahrer in Straßen mit einem Dialog-Display ihre Geschwindigkeit reduzieren“, so Gerhard Brink, Vorsitzender Verkehrswacht Fulda, auch Vizepräsident der Landesverkehrswacht Hessen.

smiley in fulda

Es freuen sich über die Tempo-Tafeln v. links:
Klaus Fraatz, 2. Vorsitzender KVW Fulda, Julian König, Leiter Ordnungsbehörde Petersberg, Carsten Froß, Bürgermeister Petersberg, Gerhard Brink, Mario Dänner Bürgermeister Stadt Tann, Wolfgang Herda, ADAC, Erhard Auth Gemeindevertreter Flieden und Peter Kirchner, Bürgermeister Ehrenberg                      Foto: Sarah Malkmus

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