News Übersicht – Landesverkehrswacht Hessen e.V.

Licht-Test-Wochen 2020 sind eröffnet

Der „Licht-Test“

ist die bundesweit größte Verkehrssicherheitsaktion und ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir: „Die Bilanz des letzten Licht-Tests fiel zwar etwas besser aus als im Jahr zuvor, dennoch lag die Mängelquote bei den Pkw in Hessen bei 28,6 Prozent. Und auch die Mängelquote bei den Nutzfahrzeugen von 39,3 Prozent in Hessen belegt, dass der Licht-Test für die Verkehrssicherheit dringend nötig ist. Deshalb appelliere ich an alle Autofahrer: „Nehmen Sie am kostenlosen Licht-Test 2020 teil!“

 Der Präsident des Hessischen Kraftfahrzeuggewerbes, Jürgen Karpinski, unterstreicht die Wichtigkeit dieser Sicherheitsmaßnahme und lobte das Engagement der Kfz-Werkstätten: „Durch diese Aktion werden alle Autofahrer auf die dunkle und kalte Jahreszeit gut vorbereitet“, sagte der Präsident und erklärte, dass mit bestandenem Licht-Test der Autofahrer die neue Licht-Test-Plakette für die Windschutzscheibe erhält. „Jahr für Jahr erobern immer mehr Autos mit technisch hochgerüsteten Lichtsystemen unsere Straßen, die unter Sicherheitsaspekten einer ganz anderen, anspruchsvolleren Betreuung bedürfen“, so Karpinski. Deshalb gelte es, gemeinsam mit der Landesverkehrswacht und dem ADAC alle Register zu ziehen, um die Akzeptanz des Licht-Tests für die Sicherheit auf unseren Straßen weiterhin hochzuhalten.

Thomas Conrad, Leiter der Geschäftsstelle LVW Hessen, der im Auftrag des Vorstandes die LVW vertritt, weist auf die große Zahl von Spannbändern hin, mit denen die 31 lokalen hessischen Verkehrswachten an verkehrsreichen Straßen den motorisierten Verkehrsteilnehmern auf den Weg zum Licht-Test 2020 aufmerksam machen. Er merkt an, dass die Verkehrswachten mit dem ehrenamtlichen Einsatz ihrer Mitglieder die Verkehrssicherheit unterstützen und damit eine wertvolle Sicherheitsarbeit leisten, wobei sie sich bei diesem Projekt personell und finanziell seit Jahren engagiert einsetzen und damit einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten.

Jürgen Baer, Geschäfts- und Fachbereichsleiter Verkehr & Technik des ADAC Hessen-Thüringen, betont: „Seit vielen Jahren unterstützt der ADAC die Licht-Test-Wochen. Unsere Erfahrungen zeigen, dass diese Aktion einen wichtigen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit leistet, denn es wird nicht nur die Funktionstüchtigkeit sicherheitsrelevanter Technik geprüft, sondern auch die Sensibilität der Autofahrer für ein witterungsbedingt angepasstes Fahrverhalten im Straßenverkehr erhöht.“

 Einen Monat lang, vom 1. bis 31. Oktober, können Autofahrer die Beleuchtungsanlagen ihres Fahrzeuges unter anderem in den 36.600 Meisterbetrieben der Kfz-Innungen kostenlos überprüfen und bei Bedarf korrigieren lassen. Der Licht-Test wird seit 1956 durchgeführt und vom Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe und der Deutschen Verkehrswacht organisiert mit Unterstützung durch Mitsubishi Motors, Auto Bild und Osram.

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Foto v. li.:
J. Baer, J. Karpinski, J. Kuhn, Geschäftsführer, Minister Al-Wazir und T. Conrad

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Lächeln belohnt Rücksicht

Auftaktveranstaltung für Dialog-Displays in Hessen 

Vor immer mehr hessischen Kitas, Schulen, Altenheimen und ähnlichen Einrichtungen weisen lachende oder grimmige Smileys Autofahrer darauf hin, ob sie mit überhöhter oder angemessener Geschwindigkeit unterwegs sind. Im Rahmen der Fortsetzung der Aktion „Ein J für die Verkehrssicherheit“ wurden in diesem Jahr wieder 48 so genannte Dialog-Displays installiert, wie Staatssekretär Jens Deutschendorf, Jürgen Lachner, Vorstandsmitglied ADAC Hessen-Thüringen, sowie der Präsident der Landesverkehrswacht Hessen Klaus Ruppelt am 5. Oktober in Frankenberg mitteilten.

An der dortigen Geismarer Straße hatte der Bauhof eines der Geräte instaliert, nachdem es an Bürgermeister Rüdiger Heß übergeben worden war. Das unmittelbar vor der Edertal-Schule in Betrieb genommene Gerät zeigte sofort seine Wirkung, indem Autofahrer nicht nur durch das grimmige Smiley, durch das sie über ihr Fahrverhalten beurteilt wurden, sondern dass darüber hinaus die Protagonisten auf einer Leiter unter der DD-Tafel stehend besondere Aufmerksamkeit erregten und eine Beeinflussung des Fahrverhaltens bewirkten.

„Wir sind von der Bürgerschaft immer wieder gebeten worden, etwas gegen das zu schnelle Fahren zu unternehmen“, sagte Frankenbergs Bürgermeister R. Heß, als die elektronische Tafel präsentiert wurde. „Die Geschwindigkeitsübertretungen

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Foto v. li.: Dr. Daniele Sommer, MdL, Jürgen Lachner, Jens Deutschendorf, Klaus Ruppelt, Rüdiger Heß

Die Stadt habe sich als eine von 290 Kommunen bei der diesjährigen Aktion „Ein Smiley für die Verkehrssicherheit“ beworben und eines der 48 in diesem Jahr vom Land Hessen, dem ADAC  Hessen Thüringen und der Landesverkehrswacht Hessen zur Verfügung gestellten Dialog-Displays erhalten. „Das dient der Verkehrssicherheit“, sagte Heß.

„Die Verkehrsdisplays leisten einen wichtigen Beitrag“, bestätigte auch. Staatssekretär Jens Deutschendorf. Sie seien eine besondere Form der Ansprache an die Verkehrsteilnehmer, die sehr gut funktioniere, da sie ein direktes, schnell zu erfassendes Signal abgeben. „Der Effekt ist, dass langsamer gefahren wird“, sagte Deutschendorf.

„Wir glauben, dass das ein gutes Projekt ist“, sagte J. Lachner und verwies auf den emotionalen Anreiz zur Geschwindigkeitsreduzierung, den das Display biete.

Klaus Ruppelt, Präsident der Landesverkehrswacht Hessen, bezeichnete den Einsatz der Dialog-Displays als wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer und weist auf den Leitsatz der Verkehrswacht „Wir helfen im Straßenverkehr“ hin, mit dem sie sich zur Aufgabe gemacht habe, Verkehrsunfälle zu vermeiden, und merkt an, dass dieses Ziel aufgrund präventiver Maßnahmen angestrebt werden solle. Die Dialog-Displays seien dabei ein wichtiger Baustein, um die Verkehrssicherheit weiter zu verbessern. Der Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer sei von großer Bedeutung. Hauptursache seien Geschwindigkeitsverstöße, durch die diese gruppe der Verkehrsteilnehmer vor allem innerhalb von Ortschaften gefährdet sei. Die dynamische Anzeige des Displays wecke die Aufmerksamkeit des Fahrers und trage zur besseren Wahrnehmung von Hinweisen bei. Die positive Beeinflussung eines Fahrers durch „Belohnung“ in Form eines „DANKE“ sei effektiver als eine „Bestrafung“ durch ein ermahnendes „LANGSAM“. Durch die individuelle Rückmeldung fühle sich der Fahrer persönlich angesprochen. Außerdem registriere das Umfeld sein Verhalten, so dass sich dieser beobachtet fühlende Fahrer angepasst verhalte. Selbst wenn durch den Einsatz der Dialog-Displays nur ein einziger Verkehrsunfall im Einzugsbereich einer Schule oder Kita verhindert werde, habe sich deren Einsatz gelohnt.

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Mit Rücksicht bleibt’s ein schöner Tag

Der Verkehrsinitiative „Sicher unterwegs in Hessen“, der seit 1993 das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, der ADAC Hessen-Thüringen, der Hessische Rundfunk, der TÜV Hessen und die Landesverkehrswacht Hessen angehören, hat ihr gemeinsames Ziel in den 28 Jahren nicht aus den Augen verloren. Dabei handelt es sich immer um aktuelle Themen der  Verkehrssicherheit.

Die aktuelle Kampagne betrifft das Thema Rücksichtslosigkeit im Straßenverkehr und damit das Recht des vermutlich Stärkeren.

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Foto v. li.: H.-J. Eckhardt, K. Ruppelt, Verkehrswacht

Seit Oktober 2020 hängen an etwa 140 Standorten landesweit großformatige Plakate an Hessens Bundes- und Landesstraßen, so auch an der B 49 in Solms das gut sichtbare Plakat, das von den Mitgliedern der Verkehrswacht Wetzlar H.-J. Eckhardt und K. Ruppelt vorgestellt wird.

Das Plakatmotiv greift den Blick auf das Schema eines Außenrückblickspiegels auf, auf dem eine vierköpfige Familie auf Fahrrädern sitzend mit dem Motto „Mit Rücksicht bleibt’s ein schöner Tag“ lächelnd verharrt.

Radfahren ist gesund, schont die Umwelt und macht Spaß. Da verwundert es nicht, dass immer mehr Menschen in die Pedale treten. Gut ausgebaute Radverkehrsnetze und die Vorzüge des Fahrrades im innerstädtischen Verkehr fördern diesen Trend.

In seiner fast über zweihundertjährigen Geschichte hat sich das Fahrrad vom lenkbaren Laufrad zu einem hoch technisierten Fortbewegungsmittel entwickelt, das seine Verkehrsanteile in den letzten Jahren ständig ausgeweitet hat. Rund 76 Millionen Fahrrädern stehen in Deutschland 47,7 Millionen PKW gegenüber.

Dabei muss festgestellt werden, dass Radfahrer überproportional an Unfällen beteiligt sind. Gleichgültig, ob innerhalb oder außerhalb eines Ortes sind bei den meisten Unfällen mit Radfahrern die Kraftfahrer die Hauptschuldigen, so die Statistik.

Doch es sind nicht nur die Begegnungen zwischen Radlern und Autofahrern, die zur Häufung der Unfälle führen. Vielmehr muss eine zunehmende Aggressivität zwischen den Verkehrsteilnehmern festgestellt werden. Das rücksichtsvolle Miteinander weicht dem Recht des vermeintlich Stärkeren.

Im Konflikt mit dem motorisierten Verkehr ist der Radfahrer das schwächste Glied. Der rücksichtslose Autofahrer und das Recht des Stärkeren sind leider noch immer stark auf unseren Straßen vertreten. Faires, rücksichtsvolles und nicht immer auf dem eigenen Recht bestehendes Fahrverhalten fördert dagegen partnerschaftliches Verhalten und verhindert Unfälle. Aber auch Radfahrer können durch ihre Fahrweise einen Beitrag zu ihrer eigenen Sicherheit und der anderer Verkehrsteilnehmer leisten, wobei das Motto „Vorsicht, Rücksicht und Umsicht“ selbstverständlich für alle Verkehrsteilnehmer, nämlich zu Fuß Gehende, mit dem Fahrrad Fahrende und Motorisierte gilt.

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