News Übersicht – Landesverkehrswacht Hessen e.V.

Gut vorbereitet in den Radwinter

Sieben Tipps von K. Ruppelt,  um sicher durch Winter und Schnee zu kommen

  1. Für Fahrräder gilt  zwar keine Winterreifenpflicht wie für Autos, dennoch ist es ratsam, bei winterlichen Verhältnissen einen profilierten Reifen zu nutzen. Bei Temperaturen bis zum Gefrierpunkt sowie leichtem Schneefall ist der „Marathon GT 365“ eine gute Wahl. Er wird als Ganzjahresreifen bezeichnet und hat im Vergleich zu anderen Trekkingreifen ein Lamellenprofil sowie eine spezielle Gummimischung, die besseren Halt verspricht. Bei vereisten strecken ist der Griff zum Spike-Reifen unvermeidlich. Diese sind bei Fahrrädern im Gegensatz zum Auto erlaubt. Die Spikes krallen sich am Boden fest und verhindern ein Wegrutschen der Räder.

  2. Wer keinen speziellen Winterreifen hat oder zu bequem für einen Austausch ist, der sollte den >Luftdruck auf den Minimaldruck reduzieren.

  3. Kette regelmäßig säubern und warten.

  4. Bei dichtem Schneetreiben und diesigem Wetter sollten Radfahrende auch tagsüber mit Licht unterwegs sein.

  5. Bremsen checken. Die Bremsbeläge sollten noch ungefähr 1,5 Millimeter dick sein.

  6. Was die Beleuchtung betrifft, steht das Fahrrad dem Auto kaum mehr nach (Tagfahr-, Stand-, Fern- und Bremslicht). Scheinwerfer bringen 100 Lux Lichtleistung auf die Straße.

  7. Vereiste Stellen oder Schneeverwehungen stellen für Radfahrer*innen im Winter eine hohe Gefahrenquelle dar. Dann heißt es: Am besten nicht lenken oder bremsen, gelassen bleiben und das Rad ausrollen lassen. Um die Gefahrenquellen zu minimieren, sollte man möglichst  vorausschauend fahren. Bei Schnee können rutschige Stellen auch schnell verdeckt sein, deshalb lieber frühzeitig das Tempo drosseln, vor allem vor Kurven.

Ein Tipp: Wenn man den Sattel etwas tiefer stellt, kommt man im Notfall mit beiden Füßen besser auf den Boden; das erhöht das Sicherheitsgefühl und erleichtert das Abfangen, wenn man doch einmal ins Schlingern gerät.
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Mit Smileys für mehr Verkehrssicherheit

Vier Gemeinden im Landkreis Fulda gewinnen „Tempo-Anzeigen“

Ein lächelndes Smiley für die korrekte Fahrgeschwindigkeit, ein trauriges Gesicht für
all diejenigen, die zu schnell unterwegs sind: Am 3. Aug. 2020 wurden sogenannte
Dialog-Displays an die Gemeinden des Landkreises übergeben. Sie hatten zuvor bei einem Losverfahren gewonnen.

Unter dem Motto „ Ein Smiley für Verkehrssicherheit“ stellte das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung gemeinsam mit dem ADAC Hessen-Thüringen und mit tatkräftiger Unterstützung der Landesverkehrswacht Hessen seit 2017 bereits zum vierten Mal insgesamt 48 Dialog-Displays, die die Geschwindigkeit messen und mit einem Lächeln oder einem traurigen Gesicht bewerten – zur kostenlosen Verlosung bereit. Allen hessischen Kommunen war es möglich, sich zu bewerben. In diesem Jahr waren vier Kommunen aus dem Landkreis Fulda bei den Gewinnern – nämlich Petersberg, Flieden, Ehrenberg und Tann.

Die Zeiten, in denen man einfach nur ein Verkehrsschild mit Tempolimit 30 aufstellt, sind eindeutig vorbei. Heute müsse man da schon mehr tun, erklärt Petersbergs

Bürgermeister Carsten Froß. Im vergangenen Jahr seien rund 450 Kinder auf ihrem Schulweg verletzt worden. Man müsse sich auf die Kinder einstellen und nicht umgekehrt. Er schildert, dass aus diesem Grund auch in diesem Jahr wieder sogenannte Dialog-Displays vom hessischen Verkehrsministerium verlost worden seien. Sie würden an bekannten Gefahrenstellen installiert und wiesen die Autofahrer mit einem lächelnden oder einem traurigen Gesicht auf ihre Fahrtgeschwindigkeit hin. Aus dem Landkreis Fulda hätten  vier Kommunen jeweils ein über 2000 € teures Dialog-Display unentgeltlich erhalten. Er weist darauf hin, dass die Gemeinde Petersberg bereits vor vielen Jahren ein Dialog-Displayangeschafft habe

Bei den Petersbergern sei dieses bereits gut angekommen. Viele von ihnen hätten beim Ordnungsamt angerufen und vorgeschlagen, die Verkehrsmaßnahme auch einmal in ihrer Straße zu installieren. Das Amt führe sogar eine „Warteliste“.

Eines der vier neuen Dialog-Displays wurde direkt an der KITA Rauschenberg

getestet. In der 30er Zone zeigte der Smiley seine verschiedenen „Gemütszustände“  bald dann hoffentlich nur noch ein Lächeln. Wolfgang Herda vom ADAC erklärt den Effekt der besonderen Displays: „Jedes Jahr geschehen innerorts in Deutschland 200.000 Unfälle mit Verletzten. Die wenigsten Menschen ändern ihr Verhalten. Die Displays haben einen wissenschaftlich nachgewiesenen Einfluss auf die Fahrer, denn diese werden emotional angesprochen und ihr Fahrverhalten wird beurteilt. Statt mit der herkömmlichen Strafe, wie bei einer Radarkontrolle, zu arbeiten, kommt hier ein anderes System zum Einsatz, die Leute lernen durch Belohnung. Es handelt sich hierbei sozusagen um eine soziale Überprüfung. „Es ist unser Ziel, mit den Bürgern in Dialog zu treten. Wir kommunizieren mit ihnen und das funktioniert sehr gut. Untersuchungen zeigen, dass 50 Prozent der Fahrer in Straßen mit einem Dialog-Display ihre Geschwindigkeit reduzieren“, so Gerhard Brink, Vorsitzender Verkehrswacht Fulda, auch Vizepräsident der Landesverkehrswacht Hessen.

smiley in fulda

Es freuen sich über die Tempo-Tafeln v. links:
Klaus Fraatz, 2. Vorsitzender KVW Fulda, Julian König, Leiter Ordnungsbehörde Petersberg, Carsten Froß, Bürgermeister Petersberg, Gerhard Brink, Mario Dänner Bürgermeister Stadt Tann, Wolfgang Herda, ADAC, Erhard Auth Gemeindevertreter Flieden und Peter Kirchner, Bürgermeister Ehrenberg                      Foto: Sarah Malkmus

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Die Verkehrswacht Schlüchtern muss weiterbestehen

Teilnehmer am Arbeitsgespräch in Bad Soden – Salmünster am 27. Oktober 2020

schlüchtern
v.li.n.r.: Bürgermeister Dominik Brasch Bad Soden – Salmünster, Willi Staaf Magistratsmitglied Stadt Schlüchtern, Gerhard Brink Vizepräsident der Landesverkehrswacht Hessen e.V., Alfred Buchhold Schatzmeister Verkehrswacht Schlüchtern e.V., Thomas Jockel Verkehrserzieher Regionaler Verkehrsdienst in Gelnhausen

Die Verkehrswacht Schlüchtern muss weiter bestehen, so die einstimmige Meinung der beiden Bürgermeister Dominik Brasch, Bad Soden-Salmünster, Matthias Möller, Schlüchtern und Gerhard Brink, Vizepräsident der Landesverkehrswacht Hessen e.V.

Die Verkehrswacht Schlüchtern wurde am 16. Oktober 1953 in Schlüchtern gegründet.

Zum Ersten Vorsitzender wurde Paul Kemper gewählt; der letzte Vorsitzende war Ekkehard Schmidt, der im Jahr 2014 verstorben ist. Danach gingen die Aktivitäten in Kindertagesstätten und Schulen stark zurück, wobei die Verkehrswacht vom Schatzmeister Alfred Buchhold am Leben erhalten wurde.

Nicht nur die Städte im „Altkreis“ Schlüchtern vermissen die Verkehrssicherheitsarbeit der Verkehrswacht, sondern auch die Kitas suchten Hilfe für Verkehrssicherheitstraining für ihre Kitakinder und die Senioren für die Durchführung von Veranstaltungen für Verkehrstraining bei der Nachbarverkehrswacht Fulda.

Auch die Landesverkehrswacht Hessen machte sich Sorgen, sodass u.a. der Präsident der LVW Kontakt mit den vielleicht noch aktiven Verkehrswachtmitgliedern suchte. Gerhard Brink appelliert: „Die Arbeit unserer Moderatoren vor Ort ist unverzichtbar. Aber erst, wenn sie nicht mehr da sind, bemerken Einrichtungen, was ihnen fehlt. Wir müssen alles daransetzen, diese wertvolle, manchmal lebensrettende Arbeit für mehr Verkehrssicherheit von Jung bis Alt wieder zu beleben!“

Im Rahmen eines Arbeitsgesprächs im Rathaus der Stadt Bad Soden-Salmünster suchten die Teilnehmer nach Ideen, auf welche Weise die Arbeit der Verkehrswacht Schlüchtern fortgeführt werden könne; dabei war es besonders wichtig, auch Personen, die eventuell im Vorstand mitarbeiten könnten, zu finden.

An dem Gespräch nahmen Bürgermeister Dominik Brasch, Schlüchtern, Magistratsmitglied Willi Staaf, Gerhard Brink, Landesverkehrswacht, Alfred Buchhold, Verkehrswacht Schlüchtern und vom Regionalen Verkehrsdienst der Polizei in Gelnhausen der Verkehrserzieher Thomas Jockel teil

Bürgermeister Dominik Brasch fasste das Ergebnis mit den Worten zusammen:
„Ich bin nicht enttäuscht von dem Gesprächsergebnis, keinen neuen Vorstand gefunden zu haben, sondern durch den Willen der Teilnehmer ermutigt worden, weiterhin aktiv mitzuhelfen, ja mitzusuchen einen neuen Vorstand für die Verkehrswacht Schlüchtern zu finden.“

Willi Staaf ergänzte: „Ich werde in Schlüchtern aktiv Leute ansprechen und werben sowie alles daransetzen, dass die Verkehrswacht weiterbesteht!“

Ein Weg war es auch, über die regionalen Medien nach Personen zu suchen, die Lust haben, sich für eine gute Sache zu engagieren.

Gerhard Brink, der auch als Moderator der Deutschen Verkehrswacht schon mehrmals in Schlüchtern, Sterbfritz und in Elm in Kitas mit Kindern und Eltern gearbeitet hat, appelliert an alle: „Wer ein Herz für Kinder hat und gerne mit Kindern arbeitet, der gehört in unser Team! Diese Arbeit macht Freude und wird auch belohnt nicht nur durch ein Dankeschön der Teilnehmer, sondern auch durch strahlende Gesichter der Kinder!“

Gerhard Brink bietet an:
Wer sich interessiere und mehr darüber wissen möchte, setze sich mit der Verkehrswacht Fulda bzw. mit ihm in Verbindung.

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