News Übersicht – Landesverkehrswacht Hessen e.V.

LVW besucht Polizeiakademie in Wiesbaden

Landesverkehrswacht Hessen e.V. in der Polizeiakademie in Wiesbadenpolizeiakadenie wiesbaden

Am 30.10.2019 besuchten Vorstandsmitglied Frank Zimmer und der Leiter der Geschäftsstelle Thomas Conrad auf Einladung von Seminarleiter PHK Udo Ringelstein die Polizeiakademie Hessen in Wiesbaden und nahmen die Gelegenheit war, die anwesenden Seminarteilnehmer*innen über „Aufgaben, Unterrichtsmaterialien und Inhalte der Landesverkehrswacht Hessen in der Verkehrserziehung“ zu informieren.

Zunächst berichtet Thomas Conrad über die gute Zusammenarbeit zwischen den Verkehrserziehern*innen und den Verkehrswachten fest. Er ging auf die Schwerpunkte der gemeinsamen Ziele ein und zeigte an Beispielen wie der Schülerlotsen-Ausbildung, der Radfahrausbildung in den dritten und vierten Klassen sowie der materiellen Unterstützung der Jugendverkehrsschulen, wie eng verbunden und über viele Jahre eine vertrauensvolle Zusammenarbeit Bestand hat. Nicht unerwähnt lies er die Tatsache, dass viele Verkehrserzieher auch als Mitglieder örtlicher Verkehrswacht eine Bereicherung zur ehrenamtlichen Verkehrssicherheitsarbeit der Verkehrswachten beitragen.

Frank Zimmer ging auf die Radfahrausbildung in der vierten Jahrgangsstufe der Grundschulen ein. Er stellte das Projekt der Verkehrswacht-Medien-Center GmbH, „Velofit“ vor und erklärte den Teilnehmern*innen, die Handhabung der verschiedenen Materialien der Velofit-Tasche, bei denen Mobilitätsrückstände bei Schülern*innen der ersten bis dritten Jahrgansstufen festzustellen seien, aber durch ein Screening-Verfahren erkannt und behoben werden könnten. Somit wirke die Verkehrswacht dem Trend der letzten Jahre -die immer schlechter werdenden Mobilitätsentwicklung der Jugendlichen- entgegen.

Thomas Conrad stellte den Teilnehmern ein Exemplar des Ausbildungsheftes „Radfahrausbildung“ der VMS zur Verfügung. Mit einem Freischaltcode für ein Jahr können die neuen Verkehrserzieher*innen uneingeschränkt alle Inhalte des Onlineportals einsehen. Als Ansichtsexemplar stellte Frank Zimmer das dazugehörige Lehrerheft vor. Ergänzend wurden auch Ausbildungshefte des Vogelverlags und der Polizei Sachsen vorgestellt, um die vielfältigen Informationen in der Verkehrserziehung darzustellen.

Die Seminarteilnehmer*innen zeigten großes Interesse an den Ausführungen, worüber die beiden Vertreter der Landesverkehrswacht zufrieden waren und eine Fortsetzung einer vergleichbaren Informationsveranstaltung anboten.  Seminarleiter Udo Ringelstein bedankte sich für die ausführlichen Informationen und sprach sich für eine Wiederholung der Veranstaltung mit neu auszubildenden Polizisten aus.

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Lachender Smiley in Grünberg

Lachender Smiley belohnt Autofahrer in Grünberg

In der Heidestraße in Stangenrod, ganz in der Nähe der Schulbushaltestellen für die Grundschule Sonnenberg, wurde jetzt anlässlich der Aktion "Ein Smiley für die Verkehrssicherheit", ein Anzeigendisplay angebracht.

Der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht Gießen, Hans Below, nahm gemeinsam mit  dem Verkehrswächter Dirk Wussow und Bürgermeister Frank Ide sowie Julian Krämer vom Ordnungsamt der Stadt Grünberg das Display offiziell in Betrieb.

Das Gerät misst nun bis auf Weiteres die Geschwindigkeit eines sich nähernden Fahrzeugs und wenn der Verkehrsteilnehmer mit seinem Wagen sich nicht an die vorgegebene Geschwindigkeit hält, bekommt er einen grimmigen roten Smiley gezeigt. Wird die zulässige Geschwindigkeit eingehalten, leuchtet dagegen ein lachender Smiley auf. Das Hessische Verkehrsministerium, der ADAC Hessen-Thüringen und die Landesverkehrswacht Hessen haben im Jahr 2017 die Aktion "Ein Smiley für die Verkehrssicherheit" gestartet. Im Jahr 2019 sind wieder 48 Anzeigendisplays an hessische Kommunen - diese wurden im Losverfahren ausgewählt - verteilt worden.

Die Kosten von insgesamt 75 000 Euro tragen das Land Hessen, der ADAC und anteilmäßig die Landesverkehrswacht Hessen, die im Übrigen mit dem Erwerb der DDs, der Einholung mehrfacher Angebote, deren Qualitätsabgleichung und der Planung der Verteilung befasst war, und darüber hinaus die ehrenamtlich geführten 31 Verkehrswachten dabei begleitete, dass sie nach Übernahme der Geräte sich mit den in ihrem Betreuungsbereich befindlichen Kommunen ins Benehmen setzten, bei der Auswahl des genauen Standorts behilflich waren und letztendlich die öffentlichkeitswirksame Präsentation vorbereiteten und durchführten.

Für die Verteilung der Geräte und unterstützt die Kommunen insbesondere bei der Auswahl des Standortes.

Bereits 2018 hatte sich Grünberg um ein Dialog-Display beworben. Bürgermeister Ide kündigte bei der Übergabe an, dass er auch andere Orte einbeziehen möchte. Melden können sich diese bei der Verkehrswacht, denn diese werden kostenfrei abgegeben. Festgestellt hat man, dass Dialog-Displays die Zahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen, beispielsweise vor Schulen und Kindergärten, auf Dauer um rund 50 Prozent senken können.

smiley in gruenberg

In Anwesenheit von Frank Ide, Julian Krämer, Hans Below und Dirk Wussow (v.l.)
wurde das Anzeigendisplay offiziell in Betrieb genommen.
Foto: Schuette

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14. Buslotsen-Landeswettbewerb

Neun Buslotsen der IGS Solms nahmen mit Erfolg
an dem 14. Buslotsen-Landeswettbewerb in Bebra teil

Großer Tag für die Beruflichen Schulen in Bebra, Landkreis Hersfeld-Rotenburg, denn die Bildungseinrichtung wurde erstmals als Austragungsort, für den seit 14 Jahren in Hessen stattfindenden Buslotsenwettbewerb auserkoren.

Darüber freuten sich die Ehrenamtlichen der Kreisverkehrswacht Hersfeld-Rotenburg, die Schulleiterin Ivonne Buchenau, Landrat Dr. Michael Koch sowie Bebras Bürgermeister Uwe Hassl besonders, denn man konnte für eine solche hessenweite Veranstaltung mit der Aula der Beruflichen Schulen Bebra einen würdigen Veranstaltungsort vorweisen.

Die Landesverkehrswacht Hessen hatte 29 Buslotsen - auch Schulwegbegleiter bzw. Bus-Scouts genannt – aus dem Hessenlande zur Teilnahme am 14. Buslotsen-Landeswettbewerb auf das Gelände der Beruflichen Schulen eingeladen.

Sie vertraten die z. Zt. etwa 600 Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 – 16 Jahren, die als Lotsen ehrenamtliche Arbeit für die Sicherheit ihrer Mitschüler an Bushaltestellen und als Begleiter während der Fahrt leisten. Zudem schlichten sie Streitigkeiten und verhindern Vandalismus vor Ort.

Die neun aktiven Solmser Buslotsen Nike Ambrosius, Lana Baajour, Ayleen Wiedecke, Marie-Fé Reker, Florian Rößler, Julien Förster, Jamie Jotte, Rachel Bastian, Marius Knöß, sowie die zwei sie begleitenden Marvin Maage, Leon Bonk, die alle bereits in der zurückliegenden Zeit routiniert und engagiert an ihrer Schule den Dienst für ihre Mitschüler versehen haben, nahmen  in Begleitung ihrer Betreuer Heile Laux und Klaus Simon an dem Wettbewerb teil.

Zu Beginn der Veranstaltung hatte die Schulleiterin als Gastgeberin alle Teilnehmer des Wettbewerbs begrüßt und hieß insbesondere die Lotsen herzlich willkommen. Sie lobte den freiwilligen ehrenamtlichen Einsatz der Jugendlichen und hob die Bedeutung des Buslotsendienstes hervor. Sie freute sich, dass an ihrer Schule von der Landesverkehrswacht Hessen ein derart besonderer Wettbewerb durchgeführt werde. Bürgermeister Uwe Hassel trug in seinen Grußworten in einer lockeren Weise seine Einschätzung der Besonderheit des von den Lotsen geleisteten Dienstes zugunsten ihrer Mitschüler vor.

Präsident Klaus Ruppelt schloss sich diesen Grußworten an und erklärte: Buslotsen sind wie die Schülerlotsen ein unverzichtbarer Baustein in der Schulwegsicherheit. Er wies auf die unschätzbare gesellschaftliche Bedeutung der Buslotsen hin, die in dem Betreuungsbereich der für sie zuständigen örtlichen Verkehrswachten landesweit ehrenamtlich tätig seien. Stolz zeigte er sich aber auch über die Anwesenheit der Ehrengäste, die mit ihrer Teilnahme die Wertschätzung des Engagements der versammelten jungen Menschen bezeugten.

Er bedankte sich bei der Schulleiterin Buchenau für die Bereitschaft, „ihr Haus“ für die Durchführung der Veranstaltung zur Verfügung zu stellen.

Nach den „Lobeshymnen“ auf ihre Arbeit begann der von den Lotsen sehnlichst erwartete Start des Wettbewerbs, in dem sie endlich ihr Können unter Beweis stellen konnten.

Begonnen wurde mit dem Wissenstest, der die Lösung wichtiger Fragen speziell für Buslotsen enthielt. Den Hauptteil des Wettbewerbs bildete das Rollenspiel, bei dem jeweils zwei Buslotsen, die einander zugelost worden waren, am und in einem Schulbus ihr Verhalten und Geschick bei der Lösung verschiedener Problemsituationen nachspielten.

Dabei zeigten sie, worauf es bei der Deeskalation von Konfliktsituationen ankommt. Ruhige, freundliche, aber klare Anweisungen gaben alle Lotsen, denen jeweils ein Schüler als „Konfliktverursacher“ gegenübergestellt wurde. Nach jedem Rollenspiel wurden die beiden Akteure durch eine fachkundige Jury bewertet.

Als drittes Element musste die Geschwindigkeit eines von einem Polizisten geführten Motorrades sowie eines PKWs geschätzt werden, wobei die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit so genau wie möglich getroffen werden musste. Die Genauigkeit der jeweils geschätzten Geschwindigkeit wurde durch ein Radarmessgerät am Straßenrand gleichzeitig festgestellt. 

Bei dem im Außenbereich durchgeführten Trocken-Ski-Slalom, den jeweils zwei ausgeloste Wettbewerber gemeinsam zu absolvieren hatten, mussten sie durch Schnelligkeit und Exaktheit ihre Teamfähigkeit beweisen.

Danach bestand noch für alle die Möglichkeit, am sogenannten Reaktionstestgerät die Fähigkeit zu testen, wie schnell die Teilnehmer auf plötzliche Verkehrshindernisse reagieren.

Nach dem Wettbewerb fand die Siegerehrung statt, die vom Vorsitzenden der Landesverkehrswacht Klaus Ruppelt und Landrat Dr. Michael Koch vorgenommen wurde. Siegerin wurde Alina Rößler, Schülerin der Geschwister-Scholl-Schule, Niddatal; den zweiten Platz belegte Yannic Trott, Schüler der Werratalschule Heringen und Dritter wurde Tim Ebert, Schüler der Wigbertschule, Hünfeld. Den 4. Platz erreichte Maren Knacker, Schülerin der Mittelpunktschule Hohe Rhön, Hilders.

Einen großen Erfolg verzeichneten Julian Förster, der den 5. Platz belegte und Lana Baajour, die den 6. Platz erzielte, beide IGS Solms, die ihre Schule auch zur Freude ihrer Betreuer Laux und Simon erfolgreich vertraten. Aber auch Jamie Jotte und Nike Ambrosius konnten über den von ihnen jeweils erreichten siebten Platz mehr als stolz sein. Jeder teilnehmende Buslotse erhielt eine Urkunde und ein Präsent; die sechs Bestplatzierten erhielten außerdem Preisgelder.

„Mit diesem Wettbewerb soll die Motivation für den ehrenamtlichen Einsatz der Buslotsen gefördert und ihre soziale Kompetenz gestärkt werden, zugleich sprechen wir den Schülern Dank für ihr professionelles und routiniertes Auftreten aus“ beendete der Präsident den Wettbewerb und betonte zugleich: „Dieser Wettbewerb ist einmalig in Deutschland!“

Schülerlotsenwettbewerb 2019v.l.n.r.:
Gerhard Brink, Klaus Ruppelt, Ivonne Buchenau, Alina Rößler,
Yannik Trott, Lana Baajour, Tim Ebert, Maren Knacker, Reinhold Bleß, Landrat Dr. Koch

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