News Übersicht – Landesverkehrswacht Hessen e.V.

Hessens bester Buslotse

Hessens bester Buslotse kommt von der Gesamtschule Solms

Bei dem in diesem Jahr in Solms stattfindenden 12. Landeswettbewerb der hessischen Bus-Scouts wurde Max Ambrosius von der IGS Solms unter den 28 aus acht Schulen angetretenen hessischen Buslotsen Landessieger 2017; aber auch seine  Mitschülerin Tessa Sophie Hennemann erreichte einen hervorragenden 3. Platz. Nur Antonia Vollmer von der Lichtbergschule in Eiterfeld gelang es, sich zwischen die beiden als Zweitbeste zu platzieren.

Im Rahmen seiner Begrüßung wies Präsident der Landesverkehrswacht Hessen, Klaus Ruppelt, u.a. auf die unschätzbare gesellschaftliche Bedeutung der Buslotsinnen und Buslotsen hin, die in dem Betreuungsbereich von zehn örtlichen Verkehrswachten mit nahezu 1000 Lotsen hessenweit ehrenamtlich tätig seien. Er hob hervor, dass die Buslotsen  ein unverzichtbarer Baustein in der Schulwegsicherheit geworden seien, die mithelfen, den Schulweg sicher zu machen und dies nicht nur im Schulbus selbst, sondern auch an der Bushaltestelle sowie beim Ein- und Aussteigen. Freundlich und höflich aber auch bestimmend und couragiert soll ein Buslotse sein. Dies sind nur einige Eigenschaften der langen Liste an Kompetenzen der hier anwesenden Buslotsen. Von einem Buslotsen, der freiwillig diese Aufgabe übernimmt, wird erwartet, dass er Streitschlichter, Ansprechpartner und Helfer, aber auch Vorbild ist.

Also: Auch eine „gute Schule fürs Leben“. Unter den Ehrengästen begrüßte Ruppelt u.a. den Bundestagsabgeordneten Hans-Jürgen Irmer, den Polizeipräsidenten Bernd Paul, Dr. Hendrik Schüler, Referatsleiter im hessischen Wirtschaftsministerium, Simone Vetter, Leiterin Schulverwaltungsamt Lahn-Dill-Kreis, Manfred Viand, Wetzlarer Stadtrat, den ehemaligen Schulleiter der Freiherr-vom-Stein-Schule Wetzlar Wilfried Paeschke sowie den Braunfelser Bürgermeister Wolfgang Keller, der es sich trotz Krankheit nicht hatte nehmen lassen, an der Veranstaltung teilzunehmen undals Schirmherrn den Solmser Bürgermeister Frank Inderthal.

Bürgermeister Inderthal dankte den Buslotsen für ihre Bereitschaft, sich in einer Ellenbogengesellschaft freiwillig für andere einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen. Irmer plädierte für den Einsatz von Buslotsen an allen weiterführenden Schulen und versicherte den Busscouts, dass sie während ihrer Tätigkeit Erfahrungen sammeln, von denen sie in ihrem späteren Leben profitieren würden. „Menschen wie Sie können wir bei der Polizei sehr gut gebrauchen“ motivierte Polizeipräsident Paul die Schüler in Bezug auf ihre Berufswahl. Die Scouts leisteten wertvolle Arbeit, um den Busfahrer zu entlasten, so der Polizeipräsident.  Dr. Schüler lobte die Busscouts als Konfliktmanager mit Vorbildfunktion

Der Wettbewerb, der aus Theorie und Praxis bestand, stellte hohe Anforderungen an alle Teilnehmer. Begonnen wurde mit dem Rollenspiel, bei dem jeweils zwei Buslotsen, die einander  zugelost worden waren,

Konfliktsituationen im Rahmen des Stegreifspiels zu bewältigen hatten, dabei stellte einer den Buslotsen und der andere den Uneinsichtigen dar. Hierbei wurden Verhalten und Geschick bei der Lösung verschiedener Problemsituationen, die an der Haltestelle oder im Bus auftreten können, nachgespielt, wobei die beiden Akteure durch eine fachkundige Jury bewertet wurden.

Ein weiteres Element des Wettbewerbs stellte der Wissenstest dar, der die Lösung wichtiger Fragen speziell für Buslotsen enthielt.

Auch der Reaktionstest, bei dem es um das „Wechselspiel“ zwischen Gas- und Bremspedal ging, musste gemeistert werden.

Beim Trocken-Ski-Slalom, den jeweils zwei ausgeloste Wettbewerber zu absolvieren hatten, musste durch Schnelligkeit und Exaktheit Team- aber auch Führungsfähigkeit bewiesen werden.

Die Siegerehrung nahmen der Präsident der Landesverkehrswacht und Bürgermeister Frank Inderthal vor. Dabei ehrten sie besonders die drei Erstplatzierten Max Ambrosius, Antonia Vollmer und Tessa Sophie Hennemann.  Alle teilnehmenden Buslotsen erhielten eine Urkunde und ein Präsent. Die Erstplatzierten erhielten zusätzlich einen Geldpreis.

"Mit diesem Wettbewerb wollen wir die Motivation für den ehrenamtlichen Einsatz der Buslotsen fördern und ihre soziale Kompetenz stärken, zugleich den Schülern für ihr professionelles und routiniertes Auftreten beim Wettbewerb unseren Dank aussprechen", beendete der Präsident der Landesverkehrswacht Hessen den Wettbewerb und betonte zugleich, „dieser Wettbewerb ist einmalig in Deutschland".

Hessens bester buslotse

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Trübe Aussichten

PKW-Beleuchtung bei Nebel richtig einsetzen

Zwar sank laut Statistischen Bundesamt in 2016 die Zahl nebelbedingter Verkehrsunfälle im Vergleich zum Vorjahr von 661 auf 542. Allerdings stieg die Zahl der Getöteten im Vergleichszeitraum um ein Drittel an. Um das Unfallrisiko bei Nebelfahrten zu mindern, kommt es auch auf den richtigen Einsatz von Nebelscheinwerfern und Nebelschlussleuchte an.

Den Schleier lichten

Wenn die Sicht durch Nebel, Regen oder Schnee erheblich eingeschränkt ist, müssen Autofahrer auch am Tag das Abblendlicht einschalten. Auf Landstraßen ist das etwa bei einer Sichtweite von unter 100 Metern, auf Autobahnen unter 150 Metern der Fall. Nur bei diesen Verhältnissen dürfen auch die Nebelscheinwerfer eingeschaltet werden. Das Fernlicht ist im Nebel eher ungeeignet. Klaus Ruppelt, Präsident der Landesverkehrswacht Hessen und Richter a.D. „Der Fahrer sollte das Fernlicht bei dichtem Nebel ausgeschaltet lassen“. Die feinen Wassertropfen reflektieren den Schein so stark, dass er dadurch eher geblendet wird. Nebelscheinwerfer bringen eine bessere Sicht.nebelrückleuchte

Zusätzliche Sicherheit geben Nebelschlussleuchten. Sie dürfen aktiviert werden, wenn die Sicht weniger als 50 Meter beträgt. Durch die Nebelschlussleuchten hat der Hinterherfahrende  eine bessere Orientierung. Umgekehrt blenden aber die sehr hellen roten Nebelschlussleuchten schnell und müssen daher bei einer Sichtweite von mehr als 50 Meter wieder ausgeschaltet werden.

Abstand und Tempo anpassen

Bei Nebel heißt es, Abstand halten, um Kollisionen zu vermeiden. Auch bei langsamer Fahrt ist es empfehlenswert, eine Lücke von mindestens 25 Meter zum Vordermann einzuhalten. Bei Fahrten auf der Landstraße oder Autobahn geben Leitpfosten Orientierung; sie stehen in einem Abstand von 50 Metern.  Auch das Tempo muss den Witterungsbedingungen angepasst werden. Beträgt die Sichtweite allerdings weniger als 50 Meter, gilt eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h.

Der Autofahrer muss im Herbst und Winter mit Nebelbänken rechnen und seine Fahrweise immer auch der Witterung anpassen.

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Das Problem mit der Rettungsgasse

Spitzentreffen Verkehrswacht – Feuerwehrverband

Die Spitzen der beiden Verbände, Deutsche Verkehrswacht und Deutscher Feuerwehrverband sprachen jüngst über Grundfragen der Verkehrssicherheit mit dem Schwerpunkt Rettungsgasse.

Ein Kernthema war das Verhalten von Verkehrsteilnehmern nach einem Unfall. Trotz vereinfachter Regelungen wird die Rettungsgasse zu oft falsch oder gar nicht gebildet. Dadurch ist es für die Rettungskräfte, so auch der Feuerwehr schwierig, zur Unfallstelle durchzukommen.

Bei einem schweren Unfall können Sekunden über das Schicksal eines Menschen entscheiden. Wer Rettungskräfte bewusst behindert, nimmt in Kauf, dass sie zu spät eintreffen und keine Hilfe mehr leisten können. Aber: Strafen alleine helfen nicht. Die Menschen müssen noch besser aufgeklärt werden, damit sie im Ernstfall schnell und richtig handeln und eine Rettungsgasse bilden. Es wird angeregt, dass der Hinweis auf Rettungsgassen auch in Navigationsgeräten gegeben wird. Dem Bundesverkehrsministerium liegt eine Aufforderung des Feuerwehrverbandes vor, dass eine entsprechende Meldung bei Stau eingeblendet werden soll

Die Verkehrswacht weist darauf hin, so auch Klaus Ruppelt,  Präsident der Landesverkehrswacht Hessen und Richter a.D.: Bei einem Unfall eine Rettungsgasse zu bilden, muss eine Selbstverständlichkeit sein. Daher begrüßt die Verkehrswacht die deutlich angehobenen Strafen für Verkehrssünder, die die Rettungsgasse nicht bilden oder am Unfallort sensationslüstern gaffen. Dass jemand nicht hilft, ist schlimm, aber es ist gut, dass Gaffern auch vom Gesetz her eine klare Ansage gemacht wird.

Am 22. September 2017 hat der Bundesrat einer Verordnung der Bundesregierung zugestimmt. Diese sieht Geldbußen von mindestens 200 Euro, in schweren Fällen bis 320 Euro zuzüglich einem Monat Fahrverbot vor, wenn Autofahrer bei stockendem Verkehr auf Autobahnen keine Rettungsgasse für Polizei und Rettungskräfte bilden. Bisher waren lediglich 20 Euro fällig.

Während das Gaffen lange als Ordnungswidrigkeit galt und mit einem Bußgeld geahndet wurde, wird dieses Verhalten seit Frühsommer 2017 eine Straftat geahndet. Wer nun durch Gaffen an einer Unfallstelle oder Blockieren der Rettungsgasse auf der Autobahn die Versorgung von Verunglückten erschwert, kann mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe rechnen.

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